Zentrifuge
Eine Zentrifuge trennt Bestandteile einer Probe durch kontrollierte Zentrifugalkraft. Häufig ist dies ein Aufbereitungsschritt und nicht die abschließende Messung, etwa beim Konzentrieren von Zellen, Klären einer Flüssigkeit, Trennen von Phasen oder Vorbereiten von Material für eine weitere Technik.
Wofür eine Zentrifuge eingesetzt wird
Abschnitt betitelt „Wofür eine Zentrifuge eingesetzt wird“Wenn sich ein Rotor dreht, wirkt auf Partikel eine Kraft, durch die sie sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch eine Flüssigkeit bewegen können. Das Ergebnis hängt von Probe, Partikelgröße und -dichte, Medium, Rotor, Kraft, Zeit und Temperatur ab. Eine Zentrifuge erzeugt nicht allein durch hohe Drehzahl eine „gute“ Trennung; Protokoll und gewählter Rotor sind Bestandteile der Methode.
Zentrale Komponenten
Abschnitt betitelt „Zentrale Komponenten“| Komponente | Aufgabe im Arbeitsablauf |
|---|---|
| Antrieb und Steuerung | Dreht den Rotor unter den gewählten Betriebsbedingungen. |
| Rotor | Nimmt Gefäße auf und bestimmt verfügbare Kraft, Kapazität und Geometrie. |
| Becher, Adapter und Röhrchen | Passen das Probengefäß an den Rotor an. |
| Deckel und Sicherheitssysteme | Tragen zur sicheren Aufnahme des Rotors und zum sicheren Betrieb bei. |
| Kühlung, sofern vorhanden | Regelt die Temperatur bei entsprechend empfindlichen Proben. |
Festwinkelrotoren halten Röhrchen in einem festen Winkel und werden häufig zum Pelletieren eingesetzt. Ausschwingrotoren lassen die Gefäße während des Laufs nach außen schwingen und können für andere Trennformate geeignet sein. Eppendorfs Rotorübersicht 🔗 beschreibt diese Unterschiede. Das Rotorhandbuch – nicht eine allgemeine Beschreibung – legt kompatible Gefäße, Beladungsgrenzen und zulässige Betriebsbedingungen fest.
Die Auswahl von Zentrifugenrotoren verbindet Geometrie, Gefäß, Kraft, Kapazität, Containment und Anforderungen über den Lebenszyklus. RCF im Vergleich zu RPM erläutert, warum eine Drehzahl ohne Umrechnung und Methodenkontext nicht zwischen unterschiedlichen Rotorradien übertragen werden kann.
Was vor der Einführung zu beachten ist
Abschnitt betitelt „Was vor der Einführung zu beachten ist“- Probe und Aufgabe: Klären, ob es um routinemäßiges Pelletieren, Phasentrennung, Klärung, Zellhandhabung oder eine Trennung bei höherer Kraft geht.
- Relative Zentrifugalbeschleunigung: Protokolle sollten vorgesehene Kraft und Zeit eindeutig angeben. RPM allein sind nicht zwischen Rotorradien übertragbar.
- Rotor- und Gefäßsystem: Kapazität, Röhrchenformate, Adapter, abgedichtete Optionen und Reinigungsanforderungen können wichtiger sein als eine allgemeine Gerätekategorie.
- Temperatur und Durchsatz: Probenstabilität, Chargengröße, Zugriffsmuster sowie die für sicheres Be- und Entladen erforderliche Zeit berücksichtigen.
- Containment und Aufstellort: Die Gefährdungsbeurteilung des Labors muss bestimmen, ob Aerosole, infektiöses Material, flüchtige Chemikalien oder andere Gefahren zusätzliche Maßnahmen erfordern.
Routinepflege, Kalibrierung und Sicherheit
Abschnitt betitelt „Routinepflege, Kalibrierung und Sicherheit“Beladungen sind symmetrisch nach Masse auszugleichen; verwendet werden dürfen nur kompatible Rotoren, Becher, Adapter und Gefäße. Ein unausgewuchteter oder falsch montierter Rotor kann das Gerät beschädigen und Verletzungsgefahr verursachen. Eppendorfs Leitfaden zur Zentrifugensicherheit 🔗 erläutert die Bedeutung symmetrischer Beladung und das Anhalten einer sichtbar taumelnden Zentrifuge.
Rotoren, Deckel, Becher und Adapter sind nach ihren jeweiligen Anweisungen zu prüfen. Verschüttetes Material ist umgehend mit kompatiblen Mitteln zu entfernen, und Service- oder Prüftätigkeiten sind gemäß Laborverfahren aufzuzeichnen. Zulässige Rotordrehzahl, Unwuchttoleranz, chemische Kompatibilität oder Austauschintervall dürfen niemals von einem anderen Modell abgeleitet werden.
Bei der Probenvorbereitung für eine Analyse kann eine Zentrifuge Material für HPLC, LC-MS oder spektrophotometrische Arbeitsabläufe bereitstellen.
Herstellerumfeld
Abschnitt betitelt „Herstellerumfeld“Bei der Zentrifugation gehören kompatible Rotoren, Becher, Adapter, Röhrchen und Deckel zum funktionsfähigen System; sie sind keine beliebig austauschbaren Zubehörteile. Die Übersicht der Zentrifugen-Produktfamilien zeigt, wie Mikrozentrifugen, universelle Tischzentrifugen, gekühlte oder Hochgeschwindigkeitszentrifugen, Standzentrifugen und Ultrazentrifugen mit diesen Konfigurationsentscheidungen zusammenhängen. Die Herstellerleitfäden zu Eppendorf und Thermo Fisher Scientific behandeln dieselbe Beziehung; die Kompatibilität ist stets anhand der Dokumentation der installierten Zentrifuge und des Rotors zu bestätigen.
Vor Kauf oder Methodentransfer
Abschnitt betitelt „Vor Kauf oder Methodentransfer“Vor dem Gerätevergleich sind Gefäße, Probenvolumina, Zielkraft, Temperaturanforderungen und Containment-Bedarf aufzulisten. Die vollständige Konfiguration – nicht nur das Grundgerät – muss den vorgesehenen Arbeitsablauf unterstützen. Einzuplanen sind Bedienerschulung, Rotorprüfung, Dekontamination und ein sicheres Vorgehen bei ungewöhnlichen Vibrationen oder Geräuschen.
Wenn die Vorauswahl verschiedene Aufstellungsarten umfasst, vergleicht Tischzentrifuge und Standzentrifuge Durchsatz, Ergonomie beim Beladen, Anforderungen an Tisch oder Boden, Versorgungsanschlüsse und Servicezugang, ohne einem Format grundsätzlich größere Leistungsfähigkeit zuzuschreiben.
Verwandte Leitfäden
Abschnitt betitelt „Verwandte Leitfäden“- Zentrifugen-Produktfamilien
- Auswahl von Zentrifugenrotoren
- RCF im Vergleich zu RPM
- Tischzentrifuge und Standzentrifuge
- Thermo Fisher Scientific
- HPLC
- LC-MS
- Spektrophotometer
