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UV-Vis-Spektrophotometer

Ein Spektrophotometer misst die Wechselwirkung einer Probe mit Licht. Dieser Leitfaden beschränkt sich auf Ultraviolett-Vis-Spektrophotometer (UV-Vis), die üblicherweise durchgelassenes Licht messen und das Ergebnis als Absorbanz oder Transmission bei einer Wellenlänge oder über ein Spektrum angeben. Infrarot-, Fluoreszenz-, Atomabsorptions- und andere Spektrophotometerfamilien sind nicht Gegenstand dieses Leitfadens.

UV-Vis-Messungen werden häufig für Konzentrationsabschätzungen, Spektrenscans, Reaktionsüberwachung und routinemäßige Qualitätsprüfungen verwendet, wenn der Analyt oder ein geeignetes Reagenz im gemessenen Bereich absorbiert. Unter geeigneten Bedingungen lässt sich die Absorbanz über das Beer-Lambert-Gesetz mit Konzentration und optischer Weglänge in Beziehung setzen. Agilents UV-Vis-Übersicht 🔗 beschreibt den grundlegenden Messweg und häufige Einschränkungen.

KomponenteAufgabe im Arbeitsablauf
LichtquelleLiefert Licht über den vorgesehenen Wellenlängenbereich.
WellenlängenselektorWählt die Messwellenlänge mit Monochromator oder Filter aus.
ProbenhalterPositioniert Küvette, Mikrotiterplatte, Feststoffprobe oder Zubehör.
DetektorMisst durchgelassenes oder reflektiertes Licht.
DatensystemWandelt das optische Signal in Absorbanz, Transmission oder ein Spektrum um.

Spektrophotometrie ist direkt und gut zugänglich, wenn Probe und analytische Fragestellung zu einer optischen Messung passen. Sie ist weniger selektiv, wenn mehrere Komponenten bei ähnlichen Wellenlängen absorbieren oder Trübung, Streuung, unzureichende Lösungsmitteltransparenz oder schwache Absorption das Ergebnis erschweren. In solchen Fällen kann eine Trennung mit HPLC oder LC-MS Teil eines besser geeigneten Arbeitsablaufs sein. Die Auswahlhilfe für HPLC-Detektoren erläutert, wie sich eine UV-Durchflussdetektion von einer direkten Spektrophotometermessung unterscheidet und wann eine andere Detektoreigenschaft erforderlich sein kann.

Bei einem UV-Vis-Arbeitsablauf gehören auch Probenhalter oder Zubehör, Datenverarbeitung sowie der Ansatz des Labors für Verifizierung und Support zur Methodeneignung. Die Übersicht der UV-Vis-Produktfamilien ordnet repräsentative aktuelle Familien von Agilent, Shimadzu, Thermo Fisher Scientific und PerkinElmer nach Probenformat und Messzweck ein. Die Leitfäden zu Agilent, Shimadzu und Thermo Fisher Scientific bieten herstellerbezogenen Kontext über mehrere Gerätekategorien hinweg.

Da der Probenhalter den optischen Weg bestimmt, behandelt die Auswahl von UV-Vis-Küvetten und Probenformaten Material, Weglänge, Volumen, Geometrie und Handhabung. Wenn von seriellen Küvettenmessungen zu plattenbasierten Assays gewechselt werden könnte, vergleicht Spektrophotometer und Mikroplattenreader Weglänge, Durchsatz, Kontrollen und Detektionsmodi.

  • Messziel: Festlegen, ob eine Einzelwellenlängenmessung, ein Scan, eine Kinetik, eine Konzentrationsberechnung oder ein plattenbasierter Arbeitsablauf erforderlich ist.
  • Probenverhalten: Erwartete Absorbanz, Lösungsmitteltransparenz, Trübung, Konzentrationsbereich und chemische Kompatibilität mit dem Probenhalter prüfen.
  • Optischer Weg und Gefäß: Küvettenmaterial, Weglänge, Sauberkeit, Ausrichtung und Füllvolumen können das Ergebnis beeinflussen.
  • Methodenkontrollen: Blindproben, Referenzmaterialien, Kalibrierstandards und Akzeptanzkriterien müssen Bestandteil der Methode sein und dürfen nicht erst nach ungewöhnlichen Ergebnissen ergänzt werden.
  • Eignung für den Arbeitsablauf: Durchsatz, Temperaturregelung, Zubehör, Software und Berichtsanforderungen können ebenso wichtig sein wie der Wellenlängenbereich.

Küvetten und optische Oberflächen sind sauber zu halten, eine geeignete Blindprobe ist zu verwenden, und unerwartete Basisliniendrift oder Veränderungen der Referenzmessungen sind zu untersuchen. Kalibrierung oder Verifizierung richten sich nach Geräteanweisungen, Methode und Qualitätsmanagementsystem des Labors. Eine allgemeine Übersicht kann keine Akzeptanzgrenzen für einen bestimmten Assay festlegen.

Proben, Reagenzien, Glasgeräte und UV-Lichtquellen sind nach den einschlägigen Sicherheitsverfahren zu handhaben. Wenn das Protokoll eine Klärung oder Phasentrennung verlangt, kann vor der optischen Messung eine Zentrifuge zur Probenvorbereitung eingesetzt werden.

Zu beschreiben sind Probenformat, vorgesehene Wellenlängen, Durchsatz, Einsatz von Küvetten oder Platten, Temperaturanforderungen und benötigte Datenausgaben. Zu bewerten ist, ob die Methode ein scannendes Gerät, Festwellenlängenmessungen, Zubehör oder eine selektivere Technik benötigt. Ein großer Wellenlängenbereich ersetzt keine methodenspezifische Eignungsprüfung. Der Leitfaden zu den Auswahlkriterien für UV-Vis-Spektrophotometer überführt diese Anforderungen in eine Vorauswahl.